Zu Besuch an der Humboldt-Universität Berlin

Hochschulwoche 2017: Zum Schulprogramm des Gymnasiums Schloss Wittgenstein gehört seit vielen Jahren die Durchführung einer sogenannten „Hochschulwoche“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Physik der Humboldt Universität zu Berlin. Knapp 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 11 nahmen unter der Leitung ihrer Fachlehrer Klaus Hofmann, Petra Stellmacher-Wagner und Ottmar Wagner in diesem Jahr in Berlin daran teil und erhielten so einen ersten Eindruck vom Aufbau und Ablauf eines naturwissenschaftlichen Studiums.

Der Leiter des physikalischen Grundpraktikums, Dr. Uwe Müller, informierte die Schlossschüler in seiner Vorlesung über die Geschichte der Universität seit ihrer Gründung sowie über die Struktur eines naturwissenschaftlichen Studiums. In einem Plenumsversuch wurden den interessierten Schülerinnen und Schülern die Grundlagen physikalischer Messtechnik und der statistischen Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse anschaulich erklärt. Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler schließlich hinreichend Gelegenheit, die Messungen selbst durchzuführen.

Die Oberstufenrichtlinien NRW sehen in der Qualifikationsphase 25 Grundlagenversuche vor, daraus wurden drei in 12 Kleingruppen unter Betreuung der Fachlehrer und von Dr. Müller in erweiterter Form von den Schüler selbst durchgeführt und ausgewertet. Dadurch fand eine intensive Auseinandersetzung mit der jeweiligen Problematik statt.

Während der Berlin-Woche standen aber noch weitere interessante Programmpunkte auf dem Plan: Im School-lab der Deutschen Forschungsanstalt für Luft und Raumfahrt konnten die Schülerinnen und Schüler unter der Anleitung studentischer Tutoren experimentieren. Im BMW-Motorradwerk in Spandau wurde die manuelle Fertigung der Montage von Motorrädern bei einer Werksführung bis hin zur Probefahrt gezeigt. Eine kleine Stadtführung durch das historische Berlin, ein Besuch beim Deutschen Bundestag und ein Besuch des legendären Musicals „Linie 1“ des Grips-Theaters rundeten schließlich das Programm ab. 

Text und Foto: Klaus Hofmann