Präventionskonzept „Neue Medien“

Infoveranstaltung am GSW für Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klassen –

Das Gymnasium Schloss Wittgenstein verfügt seit Jahren über konkrete Präventionskonzepte zu den Themen „Sucht“, „Gewalt“ und „Gefahren Neuer Medien“. Zu diesen Themen werden immer wieder Fachleute in die Schloss-Schule eingeladen, um die Schülerinnen und Schüler zu informieren.

 

Am 22. Und 23. März führte Herr Schneider von der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Kreises Siegen-Wittgenstein eine Informationsveranstaltung speziell für Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klasse durch, um sie für das Thema „Gefahren neuer Medien“ zu sensibilisieren.

Kinder und Jugendliche nutzen bereits ab der Grundschule heute intuitiv und selbstverständlich ihre Smartphones und Computer. Die Gefahren des Internets sind jedoch vielfältig. Sie reichen von Cybergewalt, über Cybermobbing, dem gezielten Schikanieren und Drangsalieren durch das Internet, bis hin zum Sexting (das Verbreiten intimer Fotos oder Fotos über das Handy) oder sogar Cybergrooming, wenn sich Erwachsene als Kinder oder Jugendliche im Internet ausgeben und dabei keine guten Absichten haben. In sogenannten communities, wie z. B. facebook, geben Kinder oftmals bereitwillig ihre private Intimsphäre preis, mit der fälschlichen Vorstellung, dass nur sie die Inhalte einsehen können. Das Recht am eigenen Bild war daher ein wichtiges Thema.

Die Infoveranstaltung kam bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut an, denn das Bedürfnis, sich mitzuteilen und über die eigene Handy- und Internetnutzung zu sprechen, was sehr groß.

Herr Schneider machte deutlich, dass die einzige Möglichkeit, gegen Cybergewalt, -mobbing, -grooming und -sexting ist, Öffentlichkeit herzustellen und diese auf keinen Fall zu ignorieren. Präventiv gelte es schon vorher auf Alarmzeichen zu achten und vor allem sensibel mit Opfern und auch den Tätern umzugehen.

Christian Tang, kommissarischer Schulleiter des Gymnasiums Schloss Wittgenstein, betonte abschließend: „Diese Präventionsveranstaltung ist äußerst wichtig, denn die Sicherheit für die Kinder und Jugendlichen muss höchste Priorität haben.“

Text: Karin Leser, Foto: Hartmut Kramer