Beruf und Technik in der Großbäckerei

Manche Dinge sind ganz selbstverständlich: Der Strom kommt aus der Steckdose und die Brötchen aus der Bäckerei. Zum Beispiel aus "Schäfer´s Backstuben" im Hinterland und auch in Wittgenstein.

Wie sie dahin kommen, das hat sich die Klasse 9 C von der Realschule in Bad Laasphe genauer angesehen: Eines haben die 24 Schülerinnen und Schüler vom Bad Laaspher Schlossberg und ihr Klassenlehrer Denis Ermert ganz schnell gemerkt: Eine Bäckerei, die ihre Filialen beliefert, ist eine Großbäckerei. Aber sie ist keine Fabrik! Und ihre Brötchen, Brote und das Gebäck sind keine nur aufgebackenen Fertigprodukte! Es wird auch wirklich von Hand gearbeitet.

Bei Berlinern, Croissants, frischem Gebäck oder gefüllten Teilchen aus der Feinbäckerei läuft´s nicht "vollautomatisch". Produktionsleiter Ali Yasser mag deswegen ganz sicher lieber die Bezeichnung "modernes Handwerk" statt "Brotfabrik".

Für die Jungen und Mädchen war der Gang durch die Biedenkopfer Großbäckerei aber auch aus anderen Gründen interessant: Nach den Halbjahreszeugnissen werden in einer Klasse 9 Bewerbungen geschrieben. Und da kann es überhaupt nicht schaden, wenn Schüler möglichst viele Berufsfelder kennen lernen.

An der Realschule Schloss Wittgenstein tun sie das während ihrer je 2-wöchigen Betriebspraktika oder auch bei "Expeditionen" ins "echte Arbeitsleben". Es geht um Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten. Und sie lernen, dass es nicht ganz selbstverständlich ist,  immer frisches Brot, Brötchen und Gebäck zu haben. Dahinter stecken Technik und Logistik. Es wird klar, was Lebensmittel wirklich "wert" sind.Die Klasse hat den Besuch bei "Schäfer´s Backstuben" genossen. Nicht nur, weil es dort gut gerochen hat.

Fotos: Schule/Produktionsleiter