Zu Besuch im Theater Hagen: Rocky Horror Show

Einen Musikunterricht der besonderen Art erlebten kürzlich 43 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums Schloss Wittgenstein. Zusammen mit ihrer Musiklehrerin Susanne Krabbe und Lehrer Dieter Nubling unternahmen sie einen Ausflug ins Theater Hagen zur „Rocky Horror Show“.

Richard O´Briens Rocky Horror Show feierte bereits Anfang der siebziger Jahre als Musical auf Londoner Bühnen große Erfolge, erst dann entstand daraus der inzwischen schon klassische Kultfilm. Wer jemals in einem Kino war, wo man unter Beschuss mit Reis und Toilettenpapier stand oder selbst zurück feuerte, sich Zeitungen zum Schutz vor imaginärem Regen überstülpte und vielleicht sogar vor der Leinwand getanzt hat, der kennt den Film zum Musical.

Auch viele der Schüler wollten dieses einmalige Feeling erleben und kauften sich daher ein „Zubehörpaket“, bestehend aus einer Wasserpistole, einer Rolle Toilettenpapier, einem Knicklicht, einem Tütchen Reis und einer Scheibe Toast in Form eines Bierdeckels, um das Geschehen auf der Bühne aktiv zu unterstützen.

Die Handlung der „Rocky Horror Show“ spielt mit dem Stoff der Frankenstein-Geschichte: Das frischverlobte Paar Brad Majors und Janet Weiss sind nachts mit dem Auto unterwegs, als ihre Fahrt während eines Unwetters durch eine Reifenpanne unterbrochen wird. An dieser Stelle agieren die Zuschauer und lassen es heftig mit ihren Wasserpistolen regnen. Man musste sich schon vor dem „Regen" mithilfe einer Zeitung o.ä. schützen, um nicht zu nass zu werden. Auf der Suche nach einem Telefon landen sie im Schloss „Frankenstein Place“. Nicht nur der Diener Riff-Raff, der von Sänger Guildo Horn dargestellt wurde, ist eine sehr merkwürdige Gestalt, auch die anderen Bewohner des Schlosses, wie Magenta und Columbia und allen voran der Hausherr Frank’n’Furter, erscheinen als äußerst skurrile und exzentrische Zeitgenossen.

Nach der Erschaffung des Monsters Rocky, kam dann auch das Toilettenpapier zum Einsatz. Bei einer Trauung flog der Reis und beim Essen die Toastdeckel. Während des Geschehens war die Lifeband auf der Bühne in die Handlung integriert. Die Hauptakteure verließen immer wieder mal die Bühne und kamen zu den Zuschauern in den ersten Reihen, so dass auch die Schülerinnen und Schüler voll im Geschehen waren.

Insgesamt war dies einmal eine andere Art des Musikunterrichts und eine gelungene Veranstaltung, die allen Schülerinnen und Schülern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Text und Fotos: Susanne Krabbe