Exkursion der Schloss-Schüler nach Verdun

Auf den Spuren des Ersten Weltkrieges – Fast auf den Tag genau 100 Jahre nach dem Attentat von Sarajewo und dem darauf folgenden Ausbruch des Ersten Weltkrieges begaben sich 35 Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Schoss Wittgenstein unter der Leitung ihrer Lehrer Christian Zaum und André Rohrbach an die ehemalige Westfront, und zwar in die alte französische Festungsstadt Verdun. Die dreitägige Exkursion fand bereits zum dritten Male statt.

Am Austragungsort der ersten großen Materialschlacht des Krieges besichtigten die Schloss-Schüler zunächst das Fort de Vaux und das Fort de Douaumont. Unter meterdickem Stahlbeton bekamen die GSW-Geschichtsfreaks einen ersten beklommenen Eindruck von den Entbehrungen und Strapazen der Festungsbesatzungen. Betroffenheit spiegelte sich in den Gesichtern der Schüler, als sie an der zentralen Gedenkstätte, dem Beinhaus von Douaumont, die sterblichen Überreste von ca. 130.000 gefallenen Deutschen und Franzosen betrachten konnten.

Eine audiovisuelle Erlebnistour absolvierten die Gymnasiasten in der unterirdischen Zitadelle von Verdun, welche ihnen das Leben und Sterben der einfachen Soldaten vermittelte.

Am Morgen des 1. Juli besuchte man noch den deutschen Soldatenfriedhof von Azannes, wo 4750 Soldaten eine letzte Ruhestätte gefunden haben.

Die andere Seite der deutsch-französischen Geschichte erfuhren die Pennäler, am Abend des 30. Juni, als Deutsche wie Franzosen ihren Einzug in das Viertelfinale der Fußball-WM entlang des Maas-Ufers gemeinsam feiern konnten. "Und das nächste Aufeinandertreffen der ehemaligen Erzfeinde wird garantiert ein friedliches", stellte Sport- und Geschichtslehrer André Rohrbach im Angesicht der anstehenden Viertelfinal-Begegnung zufrieden fest.